Diktiersoftware für den Mac: Was nach Dragon kommt
Von Kiran Jd
Veröffentlicht
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Am Mac hast du drei Wege zum Diktieren: Apples eingebaute Diktierfunktion, Cloud-Apps im Abo und lokale Diktier-Apps, die Sprache direkt auf dem Mac in Text umwandeln. Dragon für Mac wurde 2018 eingestellt. Welche Diktiersoftware passt, hängt vor allem von zwei Fragen ab: Darf deine Sprache den Mac verlassen, und willst du ein monatliches Abo zahlen?
Offenlegung: Dieser Ratgeber erscheint auf der Website von Speakmac, einer der verglichenen Apps. Die Preise der anderen Anbieter stammen von deren offiziellen Seiten.
Nuance hat Dragon für den Mac 2018 eingestellt. Dragon gibt es heute für Windows. Wer am Mac diktieren will, braucht also eine der drei folgenden Lösungen.
Kostenlos und in jedem Mac eingebaut. Du aktivierst sie unter Systemeinstellungen › Tastatur › Diktierfunktion. Für kurze Notizen und Nachrichten reicht sie völlig aus. Für tägliches, längeres Diktieren fehlen ein eigenes Vokabular für Namen und Fachbegriffe, und sie stoppt nach 30 Sekunden Stille. Eine Anleitung findest du unter Diktierfunktion am Mac.
Diese Apps verarbeiten deine Sprache auf ihren Servern. Sie brauchen eine Internetverbindung; beide haben ein kostenloses Kontingent, darüber hinaus zahlst du im Abo.
Lokale Apps laden ein Sprachmodell auf den Mac und wandeln Sprache dort in Text um. Für normales Diktieren wird kein Audio hochgeladen.
Stand: 6. November 2026. Preise in US-Dollar, so wie die Anbieter abrechnen.
| Verarbeitung | Internet nötig | Einstieg | Bezahlmodell | |
|---|---|---|---|---|
| Apple Diktierfunktion | je nach Mac und Sprache auf dem Gerät oder Siri-Server | je nach Mac und Sprache | kostenlos | in macOS enthalten |
| Wispr Flow | Cloud | ja | 2.000 Wörter/Woche gratis | Abo: $15/Monat oder $144/Jahr |
| Aqua Voice | Cloud | ja | 1.000 Wörter gratis | Abo: ab $10/Monat (jährlich) |
| Superwhisper | lokal mit lokalen Modellen | nein, für lokale Modelle | lokale Modelle gratis | Abo ab $8,49/Monat oder $249,99 einmalig |
| Speakmac | lokal | nein, nach dem Modell-Download | 30 Transkriptionen pro Mac gratis | einmalig $29 (1 Mac) oder $39 (2 Macs) |
| Dragon | keine Mac-Version | entfällt | entfällt | seit 2018 nicht mehr für Mac |
Für viele in Deutschland ist das die erste Frage. Bei lokaler Verarbeitung wird das Audio fürs Diktieren nicht übertragen. Ob dein gesamter Arbeitsablauf DSGVO-konform ist, hängt allerdings von mehr ab als von einer App, zum Beispiel davon, wo du die Texte danach speicherst. Keine Diktiersoftware kann dir das pauschal abnehmen, auch Speakmac nicht.
Bei Cloud-Apps lohnt ein Blick in deren Datenschutzerklärung: Wo stehen die Server, wird Audio gespeichert, wird es zum Training genutzt?
Auf zwei Jahre gerechnet summiert sich ein Abo von $12 bis $15 im Monat auf rund $290 bis $360. Eine Kauflizenz bezahlst du nur einmal. Cloud-Abos bieten dafür oft KI-Funktionen wie automatische Umformulierungen. Überlege, ob du die wirklich brauchst oder einfach zuverlässig diktieren willst.
Eine lange Sprachliste sagt wenig. Entscheidend ist, wie gut sie mit deinem Deutsch zurechtkommen: Anglizismen, Firmennamen, Fachbegriffe. Teste jede App mit einem echten Text aus deinem Arbeitstag, zum Beispiel einer E-Mail an einen Kunden. Achte auch darauf, welche Zusatzfunktionen nur auf Englisch laufen. Bei Superwhisper und Speakmac gilt das jeweils für die lokale Textbereinigung.
Wer Kundennamen, Produktnamen oder juristische und medizinische Fachbegriffe diktiert, muss eigenes Vokabular hinterlegen können. Apples Diktierfunktion bietet das nicht. Speakmac hat eigene Wörter und Ersetzungen, mit denen du falsch erkannte Begriffe dauerhaft korrigierst.
Cloud-Diktat braucht eine Internetverbindung, im Zug oder Flugzeug also oft ein Problem. Lokale Modelle funktionieren nach dem Download ohne Internet; Kauf und Updates brauchen weiterhin eine Verbindung.
Am Ende entscheidet ein Test mit deinen eigenen Texten. Nimm dir zehn Minuten, diktiere in jeder App dieselbe E-Mail und vergleiche, wie viel du korrigieren musst.
Nein. Nuance hat Dragon für den Mac 2018 eingestellt. Dragon gibt es heute für Windows.
Lokale Apps wie Superwhisper (mit lokalen Modellen) und Speakmac arbeiten ohne Internet, sobald das Sprachmodell geladen ist. Cloud-Apps wie Wispr Flow und Aqua Voice brauchen eine Verbindung.
Ja. Apples Diktierfunktion ist kostenlos, Speakmac kostet einmalig $29, und Superwhisper bietet neben dem Abo eine Lifetime-Lizenz für $249,99.
Das lässt sich nicht pauschal für eine App sagen. Lokale Verarbeitung minimiert die Daten, weil kein Audio übertragen wird. Für den Rest deines Ablaufs bist du selbst verantwortlich.
Für gelegentliches Diktieren reicht Apple. Wer täglich diktiert und eigene Begriffe braucht, fährt mit einer eigenen App besser. Wenn die eingebaute Funktion gar nicht startet, hilft zuerst die Checkliste unter Diktierfunktion funktioniert nicht.